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| VON DER IDEE
BIS ZUR PREMIERE |
| Ein Leitfaden
für Fernsehproduktionen im Offenen Kanal von Mischka Franke |
Vorbemerkung
1.
Grundkomponenten und Plan der Sendung
2. Technisches Kameratraining
3. Inhaltlich-gestalterisches Kameratraining
4. Drehphase
5. Auswertung / Sichtung
6. Technisches Schnittraining
7. Inhaltliches Schnittraining
8. Schnitt
9. Technisches / inhaltliches Studiotraining
10. Fernsehsendung - live
11. Auswertung
Vorbemerkung
Dieser Leitfaden
soll als Orientierungshilfe dienen. Die individuellen Ideen und Themen
der jeweils Beteiligten prägen das Konzept jedes Projektes. Es ist erfahrungsgemäß
wichtig, die unterschiedlichen Ansätze und Meinungen der Beteiligten in
den Entstehungsprozeß einer Fernsehsendung einzubeziehen. Hierbei ist
arbeitsteiliges Herangehen förderlich, da so alle Teilnehmer Verantwortung
für das Gelingen der Sendung übernehmen können. Je mehr Aufwand in die
Vorbereitung gesteckt wird, desto geringer ist der eigentliche Produktionsaufwand.
Außerdem vermeidet man nachträgliche Änderungen.
1.1.
Idee
Zu einem Beitrag oder einer Sendung gehört in erster Linie die Idee. Sie
sollte schriftlich fixiert und immer wieder durch neue Gedanken ergänzt
werden. Bei sehr vielen Themen lohnt sich auch eine umfassende Recherche,
um genug Material für die Gestaltung des Beitrags zu haben. Ein aussagekräftiger
Titel muß gefunden werden. Aus der Idee, der Recherche und den gesammelten
Notizen entsteht dann das Exposé.
1.2 Exposé
Im Exposé fließen alle Ideen und Vorstellungen auf circa einer Seite zusammen.
Es muß bereits "filmisch" gedacht und die Art des Beitrages formuliert
werden. Es ist wichtig, den zukünftigen Film, die Sendung oder den Beitrag
in drei Sätzen umfassend zu beschreiben, daß Außenstehende sich ein Bild
davon machen können. Die folgenden Schritte sind vor allem bei aufwendigen
Produktionen sinnvoll. Die Akteure sollten hier prüfen, welche Form für
sie angemessen erscheint.
1.3. Drehbuch
Das Drehbuch ist ein hilfreiches Mittel zur Realisierung eines Filmes,
insbesondere wenn gespielte Dialogsequenzen geplant sind. Es legt die
Chronologie der Handlung fest. Da hier aber keine professionellen Produkte
entstehen sollen, reicht in den meisten Fällen das Storyboard, um
die Arbeit für alle Beteiligten zu erleichtern.
1.4. Storyboard
Das Storyboard ist bereits die spezielle Auflösung einzelner Drehbuchszenen.
Es ist der Szenenablaufplan, die Festlegung von "Bildern" und deren Inhalt
in der Reihenfolge, die später im Film verwirklicht wird. Es ist der "Film
auf dem Papier". Hierbei kann man bis ins Detail arbeiten, muß es aber
nicht. Wichtig ist nur, das alle Beteiligten aus dem Storyboard die für
sie wichtigen Informationen über Drehort, Zeitlogik, Kamerapositionen
etc. erhalten.
1.5. Drehplan
Der Drehplan ist der Terminkalender der Produktion mit exakten Angaben
über Drehorte, Drehzeit, über das eingesetzte Personal und die zu drehenden
Szenen. Der Drehplan muß sehr genau erarbeitet werden, ständig auf aktuellem
Stand sein und allen Beteiligten zur Verfügung stehen.
1.6. Stabliste
Auf der Stabliste sollten alle beteiligten Personen mit Angabe von Name,
Adresse, Telephonnummer und Funktion aufgeführt sein. Eine Adressenliste
der beteiligten Institutionen und Drehorte ist ebenso von Nutzen.
2.
Technisches Kameratraining
Das technische Kameratraining ist inhaltlich und zeitlich auf die Größe
der Gruppe und deren Wissens- und Erfahrungsstand abzustimmen. Die folgenden
Ausführungen gelten für Anfänger.
2.1. Grundlagen
des Bild- und Tonaufzeichnungsverfahrens mittels Video
Es sollten die verschiedenen Möglichkeiten der Bildaufzeichnung - Foto,
Film, Video, sowie Digitale Medien - angesprochen werden. Systemunterschiede
der Videoaufzeichnung, Fernsehnormen und deren Entstehung sind zu erklären.
Schwerpunkt sollte aber das vorhandene Aufzeichnungsverfahren mit den
entsprechenden Hinweisen zu Synchronspur, Tonspuren, Bildinformation,
HiFi-Ton und Steuerungsspuren (Timecode etc.) sein. Es ist besonders wichtig
immer wieder auf die Relevanz dieser theoretischen Grundlagen für die
praktische Durchführung hinzuweisen. Dies gilt insbesondere für den Schnitt.
2.2. Kamera und
deren Zubehör
Hier werden die Funktionsweisen der Kamera, die während der Dreharbeiten
genutzt wird, vermittelt. Die einzelnen Elemente der Ausrüstung, Kamera,
Netz-Ladegerät, Akkus, Stativ, Mikrophon, Licht werden vorgestellt, wobei
der Schwerpunkt auf die praktische Funktionsweise und Bedeutung des einzelnen
Teils für den Dreh gelegt wird. Welcher Knopf hat welche Funktion, welcher
Stecker gehört wann wo hin. Der Unterschied zwischen Automatikbetrieb
und manueller Handhabung sollte herausgestellt werden. White-Balance,
Blende und Auto-Fokus müssen genauso behandelt werden, wie die Frage:
Welche Kassette lege ich wie herum in die Kamera? Es ist in diesem Teil
der Ausbildung bereits sehr wichtig, auf die spätere Arbeitsteilung zu
verweisen.
2.3. Erste praktische
Übungen mit der Kamera
Es wird ein einfaches Rotationsverfahren gewählt, wobei sich die Teilnehmer
einmal an jeder der folgenden Positionen üben können: Kamera, Kameraassistenz,
Ton, Interview, Regie, Redaktion und eventuell noch Licht, Bau, Bühne
und Aufnahmeleitung. Während der Übung muß jede einzelne Position und
ihre Bedeutung für das Team und die Produktion noch einmal erklärt werden.
Für diese ersten Übungen sollte genügend Zeit eingeplant sein, damit die
Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich für eine Position zu entscheiden
und Einblick in die anderen Positionen zu erhalten. Es ist eventuell sinnvoll,
zu diesem Zweck ein Phantasiethema mit entsprechenden Fragen vorzugeben.
2.4. Auswertung
der ersten Übungen
Die ersten Aufnahmen der einzelnen Gruppen werden vorgestellt, Probleme
und aufgetretene Schwierigkeiten analysiert, Lösungsmöglichkeiten angeboten.
3.
Inhaltlich-gestalterisches Kameratraining
Dieser Teil des Seminars dreht sich um die inhaltlich-gestalterischen
Komponenten des Filmes. Auch hier sollte man sich am konkreten Vorhaben
orientieren, denn die Arbeit an einer Reportage oder Dokumentation beispielsweise
unterscheidet sich inhaltlich, gestalterisch wie auch organisatorisch
erheblich von der an einem Spielfilm. Es ist sinnvoll, Beispiele von guter,
aber auch schlechter Kameraarbeit vorzuführen. In erster Linie sind Bildlogik,
Einstellungsgrößen, Perspektiven, Bildaufbau undKamerabewegung zu vermitteln
und zu trainieren. Auf die typischen Fehlerquellen hinzuweisen und sie
auch ruhig einmal "auszuprobieren", hat sich hier als besonders effektiv
erwiesen.
4.
Drehphase
Nun beginnt die "heiße Phase" des Projektes. Es ist noch einmal darauf
hinzuweisen, daß gute Organisation, Arbeitsteilung und Vorbereitung das
A und O der Drehphase sind. Nun ist zu hoffen, daß den Beteiligten rechtzeitig
die ganzen kleinen Dinge wieder einfallen, die zum Gelingen der Aufnahmen
unabdingbar sind. Hier gilt: Lieber etwas mehr aufnehmen, als sich hinterher
darüber ärgern, daß man zu wenig Schnittbilder hat. Während des Drehs
ist es wichtig, sich ständig selbst zu kontrollieren, vor allem beim abendlichen
Sichten und Spotten des Materials. Das Originalmaterial sollte man erst
einmal auf VHS, möglichst mit im Bild ausgespieltem Timecode kopieren,
um in der Folge mit dieser Kopie zu arbeiten und seinen Kamera Master
zu schonen. Dies gilt insbesondere für High 8 - Material.
4.1. Vorbereitung,
Aufbau
Der normale Drehtag teilt sich in drei Phasen. Voraussetzung ist, daß
in einem Vorgespräch Drehgenehmigung, Gesprächsbereitschaft, Stromanschluß,
Beginn und Ende der Dreharbeiten, Behinderungen des normalen Tagesablaufes
etc. geklärt worden sind. Es ist zu beachten, daß es für die "Heimgesuchten"
immer sinnvoll ist, eine Kontaktperson zu haben, an die sie sich wenden
können. Nichts ist schlimmer, als ein chaotisches Filmteam ohne klare
Zuständigkeiten. In dieser Aufbauphase wird die Szenerie eingerichtet,
das Licht gesetzt, der Ton installiert und ein intensives Vorgespräch
mit eventuellen Diskussionsteilnehmern geführt. Bei inszenierten Spielszenen
sollte zuerst der Text durchgegangen, dann die gesamte Szene am Originalset
durchgespielt und anschließend erst die Auflösung der Szene in einzelne
Einstellungen endgültig festgelegt und die Kamera positioniert werden.
4.2. Dreh
Konzentration, Ruhe und Effektivität der Einzelnen an ihrer jeweiligen
Position sind die Eckpfeiler eines erfolgreichen Drehtages. Er sollte
mit einer kurzen Teambesprechung beginnen, auf der möglichst alle Fragen
geklärt werden. Bei größeren Aufbauten kann die Besprechung auch in der
ersten Kaffeepause erfolgen. Wichtig ist, daß immer genügend Essen, alkoholfreie
Getränke, kleine Snacks oder ähnliches am Set vorhanden sind. Auch hierfür
sollte sich eine Person zuständig fühlen. Wenn schon keine Gagen gezahlt
werden, darf das Team zumindest nicht leiblich darben. Pausen müssen mit
eingeplant und auch angekündigt werden, sonst sind die Akteure länger
in der Kantine als am Set. Im folgenden soll detailliert auf die einzelnen
Aufgaben eingegangen werden, wobei die Aufgaben in einem Produktionsteam
auch mit fließenden Grenzen verteilt werden können. Doppelfunktionen und
Überschneidungen sind also genauso möglich, wie die Aufsplittung einzelner
Aufgaben. Es gibt hier kein starres Gerüst.
4.3. Aufgabengebiete
Produktionsleiter/in
Ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der gesamten Produktion.
Im Vorwege sorgt er/sie für die technischen, finanziellen und organisatorischen
Eckdaten. Gemeinsam mit der Regie "casted" er/sie Team und sonstige Akteure.
Autor/in
Schreibt die Geschichte, bei Spielfilmen meist auch das Drehbuch nach
eigener Idee oder der Idee von Dritten.
Regisseur/in
Ist der/die künstlerische Leiter/in einer Produktion. Er/sie hat die Aufgabe,
in enger Zusammenarbeit mit allen anderen Beteiligten Idee, Szenarium
und Drehbuch in einen Film umzusetzen.
Kameramann/Frau
Im englischen trifft der Begriff "Director of Photographie" den Nagel
auf den Kopf. Er/sie hat die Aufgabe, das Bild des Filmes zu gestalten.
Tonmann/frau
Der Aufgabenbereich des Tonmenschen wird meist sehr unterschätzt, ist
aber zum einen technisch unverzichtbar, zum anderen wichtiges gestalterisches
Element eines Filmes.
Schnitt/ Cutter/in
Zusammen mit dem/der Regisseur/in entsteht im Schnitt erst der eigentliche
Film, hier bekommen die Bilder und Töne ihr Gesicht.
Aufnahmeleiter/in
Hat für den reibungslosen, organisatorisch einwandfreien Ablauf eines
jeden Drehtages zu sorgen, "tanzt auf allen Hochzeiten", sorgt sich um
alles und jeden.
Dies sind nur einige
von über 100 Funktionen im Film und Fernsehbereich. Es gibt die künstlerischen
in der Dramaturgie, Szenographie, Maskenbildnerei, Kostümbildnerei etc.,
die rein technischen in der MAZ-Technik oder im Bildoperating, die zahlreichen
Tätigkeiten dazwischen z. B. für die Kameraoperatoren oder Beleuchter,
sowie die Spezialbereiche von Stunt bis Computeranimation. Außerdem läßt
sich jede Funktion noch mit Assistenten ausstatten. Nicht genannt ist
hier der gesamte wirtschaftlich - organisatorische Bereich.
Jedes Team hat seine
eigene Dynamik und sollte im nicht kommerziellen Bereich möglichst so
zusammengestellt werden, das es zwar die Aufgaben lösen kann, aber auch
Spaß dabei hat und nicht alles unter dem Gesichtspunkt von Professionalität
und Perfektion sieht.
5.
Auswertung/ Sichtung
Nachdem alles "im Kasten" ist, beginnt einer der zeitaufwendigsten Abschnitte
des Projektes: das Sichten und Spotten des gedrehten Materials. Hier sollten
Regie und Schnitt gemeinsam arbeiten und zwar möglichst mit einer Eins-zu-eins-Kopie
mit ausgespieltem Timecode und nicht mit dem Originalmaterial. Je intensiver
Sichtung und Festlegung der zu schneidenden Szenen ausfällt, um so weniger
Zeit wird beim eigentlichen Schnitt gebraucht. Auch hier ein Tip: Ordnung
ist bei der Fülle an Informationen, die zu verarbeiten sind, sehr lohnenswert.
Also: Alle Kassetten umfassend beschriften, Schnittprotokolle sortiert
und zur jeweiligen Kassette zugeordnet aufbewahren.
6.
Technisches Schnittraining
Die Ausbildung sollte möglichst, -wie bei der Kamera- am Schnittpult erfolgen,
das später auch verwendet wird und die folgenden Grundlagen abdecken:
die diversen Videoaufzeichnungsverfahren und ihre Unterschiede, Assemble-
und Insertschnitt, Controllspur, Bild- und Tonspur, Arbeiten mit dem HiFi-Ton,
Titeleinblendung und Möglichkeiten von Effekten und Bildüberblendungen,
Audio und Videopegel und, wenn vorhanden, Arbeiten mit Timecode. Bei digitaler
Bild und Tonbearbeitung sind die entsprechenden Arbeitsschritte für die
saubere Endfertigung zu beachten und vermitteln. Bei analogem Schnitt
ist auf die chronologische Arbeitsweise hinzuweisen.
7.
Inhaltliches Schnittraining
Hier geht es vor allem um Dramaturgie sowie Bild- und Tonkomposition.
An Hand von Beispielen sollte hier Anschauungsunterricht betrieben werden:
Wie und warum funktioniert ein Bewegungsschnitt, wie führe ich eine Person
ein, wie arbeite ich mit Originalton, Musik und Kommentar. Auch gilt es,
bestimmte Dinge auszuprobieren und genug Zeit zum Üben zu lassen.
8.
Schnitt
Jetzt soll der fertige Film entstehen. Die Ansprüche sind erfahrungsgemäß
hoch, die meisten streben etwas ganz außergewöhnliches an. Eine Flut von
Möglichkeiten eröffnet sich und häufig steht man vor folgendem Problem:
Jeder ist total verliebt in sein Material und will sich von nichts trennen.
Aber genau darum geht es im Schnitt, es soll ein Film oder ein Beitrag
entstehen, den sich auch Unbeteiligte anschauen können. Alles, was also
von der eigentlichen Geschichte ablenkt und was den Gesamteindruck des
Beitrages verschlechtert sollte rausgeworfen und ein roter Faden gefunden
werden. Insbesondere Passagen, die schlecht fotografiert sind oder keinen
Ton haben, sollten rausgeschnitten werden, es sei denn, sie sind für das
Verständnis unabdingbar. In diesem Fall ist es allerdings empfehlenswert,
bereits während der Sichtungsphase einen Nachdreh zu planen. Der Schnitt
ist die schwierigste Phase des gesamten Projektes, und man muß sich immer
wieder vergewissern, ob das, was bereits geschnitten ist, auch mit dem
ursprünglichen Plan übereinstimmt. Andernfalls muß man sich ein neues
dramaturgisches Konzept einfallen lassen.
9.1.
Technisches Studiotraining
In einem gemeinsamen Vorgespräch mit genügend Vorlauf zur Sendung werden
die für eine Studioproduktion nötigen technischen und personellen Eckdaten
besprochen. Hier müssen das Projekt, die Teilnehmer und die verschiedenen
Zielvorstellungen aufeinander abgestimmt werden. Dimension und Aufwand
der Sendung, personelle Notwendigkeiten und inhaltliche Gestaltung werden
diskutiert und möglichst schriftlich fixiert. Erst dann ist es sinnvoll,
die einzelnen Positionen wie Kamera, Licht, Bühne, Dekoration, Maske,
Aufnahmeleitung, Regie, Bildschnitt, Ton, Maz-Operating, Grafik und Titel
etc. zu besetzen und zu schulen. Auch hier sind Teamwork und Arbeitsteilung
das Erfolgsrezept. In dieser Phase sollte die Teilnehmer zum einen den
Überblick über die gesamte Produktion/Sendung bekommen, zum anderen aber
individuell so weit geschult werden, daß sie die eigene Position beherrschen.
Vermittelt wird hier folgendes: Die Gestaltung des Raumes durch Dekoration
und Licht, Arbeiten mit drei Kameras und deren sinnvolle Positionierung,
Bildgestaltung, Bildaufbau, Bildregie, Raumton oder Direktabname, Möglichkeiten
der Bildmischung, Effekte, Blue-Box, Arbeiten mit den Einspielbeiträgen,
Grafik und Titel.
9.2. Inhaltliches
Studiotraining
Dieser Teil dient bereits der konkreten Vorbereitung der Sendung. Zu diesem
Zweck werden eine exakte Tagesdisposition mit Verteilung der Verantwortlichkeiten,
ein Personalplan und vor allem der Ablaufplan der Sendung erarbeitet.
Hierbei ist jeder Teil der Sendung, egal ob vom Video eingespielt oder
live aus dem Studio, möglichst genau zu bemessen, um einen zeitlichen
Gesamtüberblick zu erhalten. Dazu ist es sinnvoll, bestimmte Elemente
zu proben und zu stoppen. Auch hier bewährt es sich, beispielhafte Sendungen
anzuschauen und auszuwerten.
10.
Fernsehsendung -live-
Nun ist es endlich so weit. Das Lampenfieber setzt ein, und es ist noch
unendlich viel zu bedenken. Wenn alles gut vorbereitet ist, alle wissen,
was zu tun ist und die gute Stimmung anhält, kann nichts mehr passieren.
Außerdem gehören Fehler im Zweifelsfall einfach auch dazu.
10.1. Premiere
Eine Premiere hat immer etwas Feierliches. Ein Film wird dem Publikum
das erste Mal präsentiert. Jetzt sieht man, ob sich die Arbeit gelohnt
hat. Der Rahmen der Erstausstrahlung sollte sorgfältig gewählt sein. Eine
Premiere kann im heimischen Wohnzimmer vor dem Fernseher, im Kino mit
entsprechender Projektion auf der Leinwand oder auch in den Räumen der
Einrichtung, mit der man den Film oder Beitrag gemacht hat, stattfinden.
Bestenfalls sollte man einen Termin finden, an dem möglichst alle Beteiligten
kommen können. Kleine Einladungskarten mit den notwendigen Informationen
über Ort, Zeit und Datum der Premiere sind immer nützlich. Vielleicht
hält noch jemand eine kurze Rede vor dem Film. Danach bietet sich als
Dankeschön z.B. ein kleiner Imbiß mit einem Glas Sekt zum Anstoßen an.
11.
Auswertung
Hat sich die Schinderei gelohnt? Hat man alles das geschafft, was man
sich vorgenommen hatte? Wie soll es, wenn überhaupt weitergehen? Was waren
die Schwierigkeiten, welche Fehler lassen sich in Zukunft vermeiden, was
waren die besonders schönen und inspirierenden Momente? Diese und viele
andere Fragen sollten in einem abschließendem Gespräch mit den Verantwortlichen
des Beitrages/Filmes, bedacht werden. Am Besten, man nimmt sich die Zeit,
solange alle Eindrücke noch frisch sind.
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