Task 2 Auswertung

Aufgabe:    Erstellen eines Beitrages zum Thema "Freundschaft"
Inhaltlicher Schwerpunkt:    Praktische, zusammenführende Methoden

Nach den Erfahrungen der Schulnachrichtenaufgabe überlegten wir länger, wie die abgrenzenden Elemente dieser Aufgabe problematisiert werden könnten. "Freundschaft" war der neue Themenvorschlag. Wir lösten uns bewusst von dem Nachrichtenkonzept und von der Präsentation der Schüler und Schule. Die neue Aufgabe sollte persönlicher, individueller gestaltet werden und weniger Ansatzpunkte einer vereinfachten Verallgemeinerung ("So ist es ja in England ...") bieten. Außerdem beschlossen wir, die einzelnen Beiträge innerhalb einer Sendung zusammenzuschneiden, um auch hier noch einmal das Gemeinsame zu betonen.

Wichtig war uns auch, dass sich der medienproduktive Prozess fortsetzte. Ein Schüler bemerkte, "Ja aber wenn es ein zweites Mal gibt, kann ich noch besser sein." Wenn wir uns wünschen, dass Schüler kompetent mit Medienbotschaften umgehen können, dann ist es sinnvoll, dass sie mehr als eine Produktionsmöglichkeit bekommen. Nur durch eine mehrfache Wiederholung der Vorgänge kann sich eine kompetente, reflektive Haltung zu den eigenen (und langfristig auch anderen) Medientexten entwickeln.

Bedingt durch die unterschiedliche Sommerferienregelung war die Zeit für die zweite Aufgabe sehr knapp und deshalb vom Ablauf weniger strukturiert. Trotzdem kam eine 12 minütige Sendung mit Beiträgen aus allen Ländern zusammen. Zusätzlich gab es zwei kurze Beiträge einer Grundschule aus Israel, dies erwies sich als positive Horizonterweiterung für die Projektpartner (den Inhalt der Sendung findet man als Storyboard im Internet).

Die Gestaltung der Aufgabe wurde von den Partnerklassen unterschiedlich gelöst. Zum einen wurden in allen Klassen kurze Interviews zu freundschaftsrelevanten Themen durchgeführt ("Was ist Freundschaft, wer ist dein bester Freund, .."). Als nächste Stufe gab es einige Sketche, die Freundschaftssituationen darstellten (Vertrauen, Freunde finden, ..). Schüler der spanischen Klasse setzten zusätzlich Freundschaft visuell um: gemeinsames spielen, Fußball, Tanz. Diese, unkommentierten, Bilder wirkten besonders stark.

Damit die Vermischung auch innerhalb des Schnittes stärker durchkam, wurden kleine Standbilder aller teilnehmenden Schüler zu einem Vorspann zusammengefügt und die Namen aller teilnehmenden Schüler vermischt am Schluss als Rolltitel eingeblendet. Beide Elemente sollten das Ziel der "gemeinsamen" Sendung unterstützen.

Die Auswertung mit den Schülern konnten wir zum Teil erst nach den Ferien durchführen. Schnell wurde uns klar, dass die Methoden der gemeinsamen Sendung und das Thema sich bestätigten und unseren Zielen näher kommt. Auch unbeteiligte Personen signalisierten das. Es überrascht, wie die Vermischung der Beiträge innerhalb einer Sendung eine eigene Identität der Gesamtgruppe vermittelt.

Wir denken, dass das Thema "Freundschaft" noch mehr Potential bietet, das Thema "Freundschaft in den Medien" zum Beispiel, wurde nur von der Berliner Klasse aufgegriffen. Vielleicht kann man später noch einmal darauf zurückkommen.